Ich frage mich, Gott, wo du bist, wieso ist alles gekommen, wie es jetzt ist? Ich saß oft da und betete, lag oft weinend am Boden, und flehte. Doch ich bekam keine Antwort, hast dich einen Dreck geschoren, und so langsam habe ich meinen Glauben verloren. Als ich dich brauchte, warst du nie bei mir, du hast mich alleine gelassen und sahst zu, voller Gier. Als ich aber die Möglichkeit hatte, endlich zu verrecken, dann warst du da, und wolltest mein Leben in die Länge strecken. Macht es dir Spaß, mich leiden zu sehen? Wieso, verdammt, lässt du mich nicht gehen? Und jetzt, da ich alt genug bin, um zu kapieren, merk ich langsam, dass es nicht schadet, dich zu verlieren. Denn du hast zugelassen, dass ich so viel Schaden einsteckte, du warst nur da, als ich fast verreckte. Du alleine trägst die Schuld, dass ich den Glauben verloren habe, weil ich wegen dir am Boden kroch, wie eine Schabe. Sogar meine Mutter hast du im Stich gelassen, und dafür werde ich dich bis in die Hölle hassen! By Tom, 13.12.2005 (18:48)